BIOLOGIE UND AQUAKULTUR
von
Martin Hochleithner
Erschienen 2004
Ein umfassendes Nachschlagewerk für Fischzüchter und Biologen, Fischer und Aquarianer sowie Naturliebhaber.
Beschreibung, Verbreitung, Lebensweise und Bedeutung aller Störartigen Fische der Welt.
Vermehrungs- und Aufzuchtmethoden in der Aquakultur sowie Bewirtschaftungsformen, Fischerei und Verarbeitung.
Auf über 220 Seiten mit rund 100 großteils farbigen Abbildungen und zahlreichen informativen Tabellen.
Inhaltsverzeichnis
ALLGEMEIN
Danksagung
Einleitung
Körperbau
Lebensweise
Hybriden
Systematik
Bestimmungsschlüssel
Überblick
ARTEN in Einzeldarstellung
Acipenser baerii - Sibirischer Stör
Acipenser brevirostrum - Kurznasenstör
Acipenser dabryanus - Jangtse Stör
Acipenser fulvescens - Seestör
Acipenser gueldenstaedtii - Waxdick
Acipenser medirostris - Grüner Stör
Acipenser naccarii - Adriastör
Acipenser nudiventris - Glattdick
Acipenser ruthenus - Sterlet
Acipenser schrenckii - Amurstör
Acipenser sinensis - Chinesischer Stör
Acipenser stellatus - Sternhausen
Acipenser sturio - Gemeiner Stör
Acipenser transmontanus - Weisser Stör
Huso dauricus - Sibirischer Hausen
Huso huso - Europäischer Hausen
Pseudoscaphirhynchus fedtschenkoi - Syr-Daria Schaufelstör
Pseudoscaphirhynchus hermanni - Kleiner Amu-Daria Schaufelstör
Pseudoscaphirhynchus kaufmanni - Großer Amu-Daria Schaufelstör
Scaphirhynchus albus - Weisser Schaufelstör
Scaphirhynchus platorhynchus - Gemeiner Schaufelstör
Scaphirhynchus suttkusi - Alabama Schaufelstör
Polyodon spathula - Löffelstör
Psephurus gladius - Schwertstör
AQUAKULTUR
Laichfischfang
Laichfischhaltung
Handhabung
Markierung
Geschlechtsbestimmung
Reifebestimmung
Hypophysierung
Eigewinnung
Befruchtung
Erbrütung
Anfütterung
Teichwirtschaft
Warmwasseranlagen
Netzgehege
Fütterung
Wasserqualität
Krankheitsbehandlung
Sortieren
Transport
Vermarktung
Fischerei
Geschichte
Fangtechniken
Gefährdung
Schutz
Besatz
Verarbeitung
Kaviar
Räuchern
ANHANG
Rezepte
Entwicklung
Nährtieren
Krankheiten
Parasiten
Adressen
Synonyme
Literatur
Ohne die Hilfe zahlreicher Wissenschaftler und Praktiker
wäre das Buch sicher nicht so attraktiv geworden. Darum möchte ich mich bei allen, die
mir bei der Arbeit mit Stören und bei der Erstellung des vorliegenden Buches geholfen
haben, ganz herzlich bedanken.
Besonders möchte ich mich für die Überlassung von Fotos und Manuskripten sowie
hilfreichen Informationen unter anderem bei folgenden Personen bedanken:
Herrn Dr. Evgeny N. Artyukhin St. Petersburg/Rußland, Herrn Philippe Benoit Saint-Seurin-sur-l'isle/Frankreich, Herrn Dr. Miklós Bercsényi Szarvas/Ungarn, Herrn FZM Hans Bergler Wöllershof/Deutschland, Herrn Dr. Walter M. Brod und Herrn Jürgen Krosta Würzburg/Deutschland, Herrn Prof. Jianbo Chang Wuhan/China, Herrn Dr. Lutz Debus Rostock/Deutschland, Fam. Giacinto Giovannini Orzinuovi/Italien, Herrn Dir. Tamás Gulyás Szekszárd/Ungarn, Herrn Gottfried Hader Waldhausen/Österreich, Herrn Dir. Dr. Albert Jagsch und Herrn Tzt. Thomas Weismann Scharfling/Österreich, Herrn He Jie-Teng Taipei/Taiwan, Fam. Jim Kahrs Osage/Missouri, Herrn Dr. Bernard R. Kuhajda Tuscaloosa/Alabama, Herrn Doug C. Latka Omaha/Nebraska, Herrn Dr. Stefano Marturano Mailand/Italien, Herrn Dipl.Ing. Neculai Patriche Galati/Rumänien, Herrn Dr. Sergej B. Podushka St. Petersburg/Russland, Herrn Hans H. Ruoss Zürich/Schweiz, Herrn Dr. Vladimir B. Salnikov Ashgabat/Turkmenistan, Herrn Dr. Volker Steiner und Herrn Mag. Nikolaus Schotzko Innsbruck/Österreich, Herrn Dr. Filippo A. Vaini Mailand/Italien, Herrn Paul Vecsei Montreal/Kanada, Herrn Prof. Qiwei Wei Hubei/China, Herrn Dipl.Ing. Gerald Zauner Wien/Österreich, und nicht zuletzt Herrn Jörn Geßner Berlin/Deutschland, vor allem für die kritische Durchsicht des Manuskripts.
In der Natur kommen die Störe in allen großen Flüssen
ihres Verbreitungsgebietes mit Zugang zum Meer vor. Weltweit sind die Störbestände heute
stark gefährdet und teilweise vom Aussterben bedroht. An fast allen größeren Flüssen
der Welt wurden Kraftwerke und Staumauern errichtet, welche die Laichwanderung und die
Laichgebiete stark einschränken bzw. verringern. Die Überfischung und die
Gewässerverschmutzung tun ihr übriges.
Früher hatte die Störfischerei in den Verbreitungsgebieten eine große wirtschaftliche
Bedeutung, so ist der Störfang an der Donau seit ca. 5500 Jahren bekannt. An der
Erhaltung und Wiedereinbürgerung der Störbestände besteht internationales Interesse.
Mit der künstliche Störzucht wurde 1869 durch Professor Filipp V. Ovsyannikov mit dem
Sterlet in Rußland begonnen, 1875 mit dem Atlantischen Stör in Amerika und 1886 mit dem
Gemeinen Stör in Deutschland, die aber vorerst ohne Erfolge blieb. Die theoretische Basis
der Störzucht wurde in den 1940-1950er Jahren von Prof. N. Stroganov in Rußland
ausgearbeitet. Das erste Objekt für die Kultivierung im Gesamtzyklus war der Hybride
Bester, welcher von Prof. N. Nikoljukin erstmals 1952 erzeugt wurde.
In der Aquakultur versucht man seit einigen Jahren, Störe vor allem wegen ihres schnellen
Wachstums, ihres grätenlosen Fleisches und Rogens (Kaviar) zu nutzen. Dabei steht man
erst in den Anfängen und weiß verhältnismäßig wenig über diese Fischform. Von
einigen Arten sind relativ viele Daten verfügbar, von anderen wiederum fast keine. Die
meisten Störarten sind sich jedoch in ihrer Lebensweise sehr ähnlich.
Das Buch entstand aus der Notwendigkeit heraus, für das Arbeiten mit Stören die
wesentlichen Daten, Ergebnisse und Informationen zusammenzufassen. Alle angegebenen Werte
(Tabellen) sind Richtwerte, die je nach Verhältnissen auch überschritten werden können.
Da kaum neuere Erkenntnisse bzw. internationale Publikationen über Störe in deutscher
Sprache vorliegen, soll das Werk ein Behelf für alle Interessierten sein. Dieses Buch
beschränkt sich auf das Wesentliche, um lesbar zu bleiben. Falls nichts anderes
angegeben, gelten die üblichen Richtwerte der Aquakultur. Für weiterführende
Informationen verweise ich auf die Literaturangaben am Ende des Buches.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen, und vielleicht können Sie auch einige Anregungen entnehmen und Informationen verwenden.
Kitzbühel, im Sommer 1996 und 2004
Martin Hochleithner
Rezensionen
Österreichs Fischerei, 50 (7): 173. - Fischer &
Teichwirt, 49 (1): 30-31.
"Einleitend werden in diesem Buch Körperbau, Lebensweise und Systematik der
Störartigen behandelt. Daran anschließend findet sich ein umfangreiches Kapitel, in
welchem die einzelnen Arten hinsichtlich ihrer wesentlichen Körpermerkmale, der
geografischen Verbreitung, Lebensweise und Bedeutung (Fang, Fischzucht) vorgestellt
werden.
Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Aquakultur, beginnend vom Laichfischfang über
die Laichfischhaltung, Vermehrung, Aufzucht bis hin zur Verarbeitung. Im Anhang finden
sich Rezepte, eine Auflistung der wichtigsten Nährtire der Störartigen, ihrer
häufigsten Parasiten sowie ein Literaturverzeichnis.
Durch den drastischen Rückgang der Störartigen in Mitteleuropa im vorigen Jahrhundert
und das völlige verschwinden der Störe - mit Ausnahme des Sterlets in der österr. Donau
nach dem Ersten Weltkrieg - ist das Wissen um diese sehr interessante, seit dem
Erdmittelalter existierende Fischgruppe auch in Fischerkreisen weitgehend
verlorengegangen. Das Verschwinden der Störartigen aus vielen Gewässersystemen, die bis
zum 18. Jahrhundert auch in der Donau eine große wirtschaftliche Bedeutung hatten, hat
bewirkt, daß diese Fischgruppe danach in der Fachliteratur nur mehr sehr stiefmütterlich
behandelt wurde. Arbeiten über Störartige sind z. B. im deutschen Sprachraum innerhalb
der letzten Jahrzehnte nur vereinzelt erschienen. Der Autor hat mit seiner Publikation
daher in der deutschsprachigen Fachliteratur eine Lücke gefüllt.
Dieses Büchlein bietet insofern wertvolle Informationen, als viele Erfahrungen bei der
künstlichen Fortpflanzung und Aufzucht der verschiedenen Störarten berücksichtigt und
zusammengefaßt dargestellt werden. Es kann daher jedem, der sich vor allem mit der
Aufzucht von Stören beschäftigt, uneingeschränkt empfohlen werden."
Dr. Erich Kainz
Jäger & Fischer, 43. Nr. 7
Martin Hochleithner "Störe"
AV-Ratgeber, Österreichischer Agrarverlag, 202 Seiten, vierfärbig, Hardcover, ISBN
3-7040-1261-0
"Das Fachbuch Störe des Österreichischen Agrarverlags umfaßt erstmals das gesamte
Wissen rund um den Stör zusammen. Im ersten Teil wird ein Überblick über Körperbau,
Lebensweise und Systematik dieser Fischart gegeben. Ein spezieller Bestimmungsschlüssel
erleichtert erstmals das exakte Bestimmen einzelnen Störarten, die in detailierten
Einzeldarstellungen beschrieben werden. Im Kapitel Aquakultur werden alle Fragen der
Aufzucht, Haltung, Fischerei und Verarbeitung erörtert. Ein umfangreicher Anhang mit
Rezepten, Adressen, einem Synonymenregister und Literaturangaben vervollständigen dieses
Buch.
Martin Hochleithner ist einer der führenden Stör-Spezialisten und auch außerhalb
Österreichs anerkannter Fischzüchter. Er hat an zahlreichen Forschungsprojekten am
Institut für Fischforschung mitgearbeitet. Seit 1994 widmet sich der Mitbegründer der
"Gesellschaft zur Rettung des Störs" intensiv der Koordination und Organisation
der Erforschung der Störe sowie der Wiedereinbürgerung in Europa."
Zu beziehen bei: Überall im Buchhandel und AV-Buchversand.
Ähnliche Berichte in:
Salzburgs Fischerei (2/1997); Rute & Rolle (5/1997); Fisch
& Fang (8/1997); Petri Heil - Schweizerische Fischerei-Zeitung (10/1997); Fischmagazin
(9/2000); u.v.m.
Aquaristik Fachmagazin & Aquarium
Heute, 37 (183): 99.
Hochleithner, M. (2004): Störe - Biologie und Aquakultur. AquaTech Publications, 228
Seiten
"Nachdem aus der Feder des
Autors bereits Bücher über Hechte und Lachsfische erschienen sind, befasst er sich in
seinem neuen Werk über Störe, das wie die vorangegangenen Publikationen des gleichen
Verlages aufgebaut sind, mit einer Fischgruppe, die Aquarianer und Gartenteichbesitzer
interessieren dürfte. Wenn es auch nicht die größten Arten der Störverwandtschaft
sind, so erwiesen sich doch einige als beliebte Pfleglinge. Die zwei rezenten Familien
Acipenseridae (22 Arten in vier Gattungen) und Polyodontidae (5 Arten in fünf Gattungen)
werden in ausführlichen Artenportraits abgehandelt. Besonders wertvoll ist ein
Bestimmungsschlüssel, der von jedermann angewendet werden kann. So lassen sich die bei
Stören häufigen Fehlbestimmungen künftig vermeiden. Ein sehr ausführliches Kapitel
befasst sich mit der Aquakultur der Störe. Der naturgemäß vor allem fischwirtschaftlich
ausgelegte Inhalt lässt sich in vielen Details aber auch für die Pflege der Störe in
Aquarium und Gartenteich projetieren. Das Buch ist digital gedruckt worden, was leider zu
einer nicht befriedigenden Abbildungsqualität führte. Auch die Bildauswahl erscheint dem
Rezensenten bis auf wenige Ausnahmen nicht sehr gelungen, zumal es von den meisten
Störarten sehr gute Farbfotos gibt. Dieses Manko wird aber durch den dichten
Informationsgehalt des Textes ausgeglichen, so dass sich der Erwerb des Buches durchaus
lohnt."
Dr. Hans-Joachim Herrmann
Weitere Berichte in:
AngelHaken (1/2005 S. 23); Fischer & Teichwirt (1/2005 S. 35-36); Zeitschrift
für Fischkunde, 7 (1): 30; Fisch & Gewässer; u.v.m.
In dieser Reihe erscheint im Jahr 2009 auch das Buch:
Karpfenartige (Cypriniden).
Von Martin Hochleithner sind auch die Bücher:
Lachsfische - Hechte - Barsche - Welse