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Bücher
BIOLOGIE UND AQUAKULTUR
von
Martin Hochleithner
Erschienen 2010
Das umfassende Nachschlagewerk für Angler und Fischer, Züchter und Biologen sowie Aquarianer und Naturliebhaber.
Beschreibung, Verbreitung, Lebensweise und Bedeutung aller Aale der Familie Anguillidae.
Vermehrungs- und Produktionsmethoden in der Aquakultur sowie Fischerei, Bewirtschaftung und Verarbeitung.
Auf über 155 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen und informativen Tabellen.
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Inhaltsverzeichnis
ALLGEMEIN
Danksagung
Einleitung
Körperbau
Lebensweise
Hybriden
Evolution
Systematik
Bestimmungsschlüssel
Überblick
ARTEN
Anguilla anguilla Linnaeus, 1758
Anguilla australis Richardson, 1841
Anguilla bengalensis Gray, 1831
Anguilla bicolor McClelland, 1844
Anguilla celebesensis Kaup, 1856
Anguilla dieffenbachii Gray, 1842
Anguilla japonica Temminck et Schlegel, 1846
Anguilla obscura Günther, 1872
Anguilla reinhardtii Steindachner, 1867
AQUAKULTUR
Vermehrung
Laichfischhaltung
Hypophysierung
Abstreifung
Erbrütung
Aufzucht
Vorstrecken
Teichwirtschaft
Netzgehege
Kreislaufanlagen
Management
Fütterung
Sortierung
Krankheitsbehandlung
Transport
Fischerei
Methoden
Angeln
Gefährdung
Schutz
Verarbeitung
ANHANG
Rezepte
Entwicklung
Krankheiten
Adressen
Synonyme
Literatur
Natürlich wäre auch dieses Buch ohne die Hilfe einiger Wissenschaftler und Praktiker nicht so attraktiv geworden. Daher möchte ich allen, die meine bisherige Arbeit mit Aalen unterstützt und ermöglicht haben, sowie zur Erstellung des vorliegenden Buches durch Bilder und Publikationen beigetragen haben, recht herzlich danken.
Mein besonderer Dank gebührt:
Herrn
Mag. Nikolaus Schotzko
Innsbruck/Österreich
für die konstruktiven Anregungen und
für die kritische Durchsicht des Manuskripts.
Aale sind katadrome Wanderfische die in allen Ozeanen ausgenommen dem
Arktischen, sowie in fließenden und stehenden Gewässern, auf allen Kontinenten
ausgenommen der Antarktis, vorkommen. Sie stammen vermutlich von frühen heringsähnlichen
Fischen (Clupeiformes) ab. Die besondere Lebensweise der Aale, welche erst im 20.
Jahrhundert weitgehend erforscht und geklärt werden konnte, gab lange große Rätsel auf
und zahlreiche Hypothesen rankten sich um diese eigenartigen Fische. Laichreife Individuen
im Meer konnten bisher jedoch (außer vom Japanischen Aal) noch nicht gefangen werden.
Über die tatsächlichen Laichgebiete und die Laichtiefen der einzelen Aalarten ist man
daher immer noch im Unklaren. Dies soll Gegenstand von aktuellen und zukünftigen
Forschungsexpeditionen sein.
In manchen Gegenden
oder Gewässern werden Aale schon seit Jahrtausenden gefangen. Am weitesten (bis ins 14.
Jahrhundert) kann die Aalfischerei in den Lagunen der nördlichen Adria zurückverfolgt
werden. So wurden in der Lagune von Comaccio Ende des 18. Jahrhunderts jährlich
durchschnittlich fast bis zu 1.000 t gefangen. In der Binnenfischerei vieler Länder
Europas stehen Aale, wenn auch nicht mengenmäßig, so doch wertmäßig, weit vorne und
haben eine große wirtschaftliche Bedeutung. Alle Arten sind wichtige Fischereiobjekte und
werden als Speisefische lebend, mariniert oder geräuchert angeboten.
In der Aquakultur werden Aale seit Jahrhunderten produziert, allerdings nur wenige Arten.
Ihre Produktion begann in Europa vor allem in Italien extensiv und in Asien vor allem in
Japan intensiv. Auch wenn die künstliche Vermehrung von Aalen seit Ende des 20.
Jahrhunderts im Labormaßstab gelingt, hängt man für die Aquakultur jedoch auch heute
noch immer von Glasaalfängen aus der Natur ab. Die Aufzucht von Aallarven bis zu
Glasaalen ist bisher auch nur beim Japanischen Aal, und dies nur mit sehr hohen
Verlustraten, bei wissenschaftlichen Experimenten im Labormaßstab, gelungen. In Japan
wird derzeit aber intensiv an der Erforschung und Verbesserung der künstlichen
Larvenaufzucht des Japanischen Aals gearbeitet.
Alle Aalpopulationen sind seit den 1970er Jahren zurückgegangen und teilweise stark
gefährdet. So gilt der Europäische Aal als vom Aussterben bedroht und wurde im März
2009 in Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) aufgenommen. In den
Mitgliedstaaten der Europäischen Union laufen derzeit Bewirtschaftungspläne und
Schutzmaßnahmen zur Hebung des Aalbestandes.
Das Buch entstand aus der Idee, für die Aufzucht und Produktion von Aalen die wichtigsten
Daten und Informationen zusammenzufassen, sowie eine Anleitung für alle Interessierte zu
erstellen. Der Aquakulturteil behandelt vor allem den Europäischen, Japanischen und
Amerikanischen Aal, kann aber auch auf die anderen Aalarten umgelegt werden. Falls nichts
Spezielles angegeben, gelten die üblichen Richtwerte der Aquakultur. Für weitergehende
Informationen wird auf die Literaturangaben im Anhang verwiesen.
Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit mit diesem Buch und viel Erfolg bei der
Beschäftigung mit Aalen.
Kitzbühel und Frankfurt, im Sommer 2010
Martin Hochleithner
Rezensionen
In dieser Reihe erscheint im Jahr 2010-2012
auch das Buch:
Karpfenfische (Cypriniden)
Von Martin Hochleithner sind auch die
Bücher:
Lachsfische - Hechte - Barsche - Welse - Störe